Bike Training & Race

Trainingscup 2018

Ich stehe auf Lokales. „Aus der Region für die Region“ finde ich Klasse! Warum immer so weit suchen, wenn man Gutes direkt vor der Haustür hat oder bekommt? Als Biker, der den ganzen Winter über trainiert (denn Wetter ist keine Ausrede!) will man sich in den ersten Monaten des Jahres mal messen. Eine Standortbestimmung. Viele Biker steigen dann auf Schmalspurreifen und messen sich im Cyclocross. Andere zieht sie an Rennen in südlichere Gefilde. Ob Sunshine Cup auf Zypern, oder Samarton in Israel oder gar nach Südafrika, viele Biker plündern bereits vor der eigentlichen Saison die Reisekasse. Natürlich sind das auch ganz besondere Erlebnisse aber für mich nicht unbedingt notwendig.

Dieses Jahr bin auf der Suche nach einem Rennen im Februar oder März  auf den Trainigscup gestossen. Eine kleine regionale Rennserie. Ins Leben gerufen von lokalen Biker als Saisonvorbereitung. Natürlich habe ich mich angemeldet. Für 45 Franken ist man bei allen vier Rennen dabei.

Das erste Rennen musste ich aus Termingründen sausen lassen. Am zweiten Lauf war ich dabei. Bei prächtigem Sonnenwetter aber  knackig kalte Temperaturen versammelten sich 40 Biker in Schleitheim nahe Schaffhausen. Alles war sehr familiär, viele Biker kannten sich. Sehr erstaunt war ich dann, als mir ein Transponder mit der Startnummer überreicht wurde. Wie bei einem grossen Rennen. Unzählige Helfer waren mit den Vorbereitungen beschäftigt. Dann kam etwas Besonderes, was für mich sinnbildlich für die entspannte Atmosphäre des Trainingscups steht. Vor dem Start fahren alle Teilnehmer zusammen die Strecke ab. Die Stimmung ist ausgelassen, es werden Spässe gemacht und hie und da zieht einer noch schnell einen Wheellie hoch. Keine „Ellebogen-Stimmung“ wie in den Hobby- Startblocks vor „normalen“ Rennen. Die gesamte Strecke ist perfekt mit Band gesperrt und an allen Schlüsselstellen sind Helfer postiert. Auch einige Fotografen sind am Streckenrand positioniert. Alles enorm professionell.

Als dann der Startschuss fällt wird etwas ambitionierter aber sehr diszipliniert. Kein Fahren mit offenem Messer. Alle sind hier weil sie Spass haben wollen, sich unter realen Bedingungen mit anderen messen wollen aber niemand will sich oder einem anderen Fahrer eine Verletzung so früh in der Saison zumuten. Über sieben Runden wird friedlich über die wunderschöne Strecke geheizt. Wenn der Sieger im ziel ist, ist das Rennen abgeschlossen. Und auch nach dem Rennen stehen alle Teilnhemer zusammen bei Wurst, Kuchen und Getränken, tauschen sich aus, fachsimpeln und plaudern. So macht es Spass!

Ich bin wirklich begeistert von dieser regionalen Initiative und kann sie jedem weiter empfehlen. Auch nächstes Jahr werde ich teilnehmen und mir die Termine rechtzeitig freischaufeln.

 

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